Bettina Messinger SPD-Stadträtin in München   |   Sitemap   |   Impressum   |   Kontakt

August 2012 - Teil 2

Tauben in der Stadt

Stadttauben sind verwilderte Nachkommen von Haustauben, meistens Brieftauben aber auch Mode- und Fleischtauben. Diese wurden aus der wilden Stammform, der Felsentaube gezüchtet. Eine Folge der Züchtung zu Haustauben ist ihre geringe Scheu vor dem Menschen und die Fähigkeit sich über das ganze Jahr zu vermehren.

Dabei gibt es immer wieder Konfltikte mit den Menschen und den Tauben in einer Großstadt wie München. Verwilderte Haustauben verursachen hygienische Probleme durch Kot, verursachen dadurch auch Schäden an Gebäuden. Bisher versucht die LH München durch ein allgemeines Fütterungsverbot die Anzahl der Stadttauben zu begrenzen. Außerdem werden viele Gebäude durch Schutznetze und Taubenabweisern versehen. Aus Tierschutzgründen wird richtigerweise der Fang und auch die Tötung der Tauben abgelehnt.

Eine neue Möglichkeit zur Verringerung der Tauben ist das sogenannte "Augsburger Modell", nämlich die Errichtung von Taubenhäusern bzw. -schlägen.

Das Taubenhaus auf dem Dach des Karstadts

Das Taubenhaus auf dem Dach des Karstadts

Dabei werden die Stadttauben in Taubenschlägen mit artgerechtem Körnerfutter gefüttert, Nistzellen für die Tauben eingerichtet, die Taubenschläge regelmäßig gereinigt und der Gesundheitszustand der Tiere überwacht. Die Eier der Tauben werden durch Attrappen ersetzt.

Dies hat viele Vorteile. Vorteile, von denen ich mich mit KollegInnen der SPD-Stadtratsfraktion, Hannes Kaplan und Beatrix Zurek, auf dem Dach des Karstadts an der Münchner Freiheit überzeugen konnte. Der Tierschutzverein hat dieses Taubenhaus errichtet und gepflegt werden die Tauben von der Kosmetikerin, Monika Schüllenbach.

Innenansicht des Taubenhauses

Innenansicht des Taubenhauses

Die Tiere halten sich den größten Teil der Zeit im Taubenhaus auf und die Belästigung der Menschen wird verringert. Dies konnte uns auch der Geschäftsführer des Kaufhauses bestätigen. Früher kam es immer wieder mal vor, dass beim Eingang zum Kaufhaus Menschen von den Hinterlassenschaften der Tauben getroffen wurden, seitdem das Taubenhaus errichtet wurde, hat sich kein Kunde mehr über einen Kleckser beschwert.
Der Gesundheitszustand der Tauben verbessert sich durch die Pflege, also der artgerechten Fütterung und der Reinigung des Taubenschlages. Dadurch sinken die umwelthygiensichen Risiken für die Menschen.

Deshalb hat der Münchner Stadtrat auch die Einführung des Augsburger Modells beschlossen. In München gibt es bereits 4 Taubenhäuser: Karstadt Münchner Freiheit, Studentenwerk Freimann, Hypovereinsbank Arabella Park und Tierschutzverein München.

Die SPD-Stadtratsfraktion hat einen Ergänzungsantrag zum geplanten Neubeu eines Verwaltungsgebäudes für das Referat Gesundheit und Umwelt an der Dachauer Straße gestellt: "Das Referat für Gesundheit und Umwelt prüft die Einrichtung eines Taubenhauses".

Weitere Orte werden dringend gesucht, damit das "Augsburger Modell" auch in München ein Erfolg werden kann.

Monika Schüllenbach und Bettina Messinger

Monika Schüllenbach und Bettina Messinger

mit den Eierattrappen und einem Taubennest

Link zum Artikel der Abendzeitung

http://www.abendzeitung-muenchen.de

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