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August 2013

Bettina Messinger, Mike Malm und Claudia Tausend

Bettina Messinger, Mike Malm und Claudia Tausend

nach dem Stadtteilspaziergang

Entlang des Auer Mühlbaches

Die Au hat eine besonders interessante Geschichte. Sie hatte sogar ein eigenes Wappen und war eine Vorstadt. Wie die Menschen in der Au gelebt haben, kann man auch anhand des Auer Mühlbaches erzählen, denn der Auer Mühlbach ist ein Stück reicher Stadtgeschichte mitten in München und gehört zu den Stadtbächen, die noch an vielen Stellen erlebbar sind. Mit weiteren interessierten Menschen habe ich das TEAM Auer Mühlbach gegründet, aus der die Homepage www.auer-muehlbach.de hervorging.

Auf Einladung von Stadträtin Claudia Tausend und Bezirksrat Mike Malm erläuterte ich am 4. August 2013, interessierten BürgerInnen die Geschichte des Baches.
Neben der Antriebskraft für Getreide-, Hammer- und Walkmühlen, Sägewerke und Schleifereien lieferte der Mühlbach auch Brauchwasser für Haus und Garten, für Färbereien und Gerbereien und zum Löschen der früher häufigen gefährlichen Brände. Da eine Kanalisation fehlte, wurden Abfälle und Abwässer jeglicher Art und Herkunft in den Mühlbach geschüttet. Eine städtische Verordnung bestimmte, dass dies "nur während der Nacht geschehen durfte, da die Frauen tagsüber ihre Wäsche im Mühlbach wuschen".

Im Abschnitt am Neudeck befanden sich u.a. Luftschutzbunker, eine Impfanstalt und ein Gefängnis. Sogar ein kleines Jagdschloss der Wittelsbacher mit einer Hoffischerei und einer Falknerei. Die Nymphenburger Porzellan-Manufaktur wurde am Auer Mühlbach gegründet.

Über 550 Jahre lang wurde am Kegelhof Papier hergestellt. 1900 wurde in der ehemaligen Papierfabrik der München Dachauer Actiengesellschaft für Maschinenpapierfabrikation das "Museum für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen" betrieben. Das erste Museum dieser Art in Deutschland.

Aber auch Aktuelles kam zur Sprache. In der Lilienstraße hat die städtische Wohnungsgesellschaft GWG gezeigt, dass geförderter Wohnungsbau und innovative Techniken sich nicht ausschließen. Die Wohnungen aus dem Jahr 1957 werden als Nullemissionsbilanzwohnanlage ausgeführt und werden CO2-neutral mit Heiz- und Trinkwarmwasser versorgt werden. Bei der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im September 2011 hat Stadträtin Claudia Tausend als erste stellvertretende Vorsitzende des GWG-Aufsichtsrates die Festrede gehalten.

Rundgang in der Oberen Au

SPD-Stadtteilspaziergang: Auch in der oberen Au gibt es viel zu entdecken

Über 45 Personen nahmen am zweistündigen Stadtteilspaziergang, zu dem die Bundestagskandidatin Claudia Tausend, der Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Pfaffmann und der Bezirksrat Dr. Mike Malm eingeladen hatten, teil.

Beim Treffpunkt Schwester-Eubulina Platz konnte Stadträtin Bettina Messinger vom Engagement von Schwester Eubulina während des zweiten Weltkriegs erzählen. Walburga Wegener, wie Schwester Eubulina mit bürgerlichem Namen hieß, nahm sich im Adelgundenheim vier jüdischen Kleinkindern an und konnte diese vor SS-Kontrollen verstecken.

Wo jetzt Jugendliche eine Unterkunftsmöglichkeit mit Betreuung im Salesanium finden, war früher die oberbayerische Kreisirrenanstalt von 1859 bis ca. 1900 angesiedelt. Einer der Direktoren war Bernhard von Gudden, der Arzt des Märchenkönigs. Das Grab von Bernhard von Gudden im Ostfriedhof wurde im Laufe des Spaziergangs ebenfalls besucht. Der Bezirksrat Dr. Mike Malm berichtete, dass es ein interessantes Psychiatriemuseum des Klinikums München-Ost in der ehemaligen "Heil- und Pflegeanstalt Eglfing" gibt. Diese dokumentiert die bewegte Geschichte der Psychiatrie seit der Antike.

Weitere Themen auf dem Rundgang in der oberen Au waren z. B. die Firma Rohde & Schwarz, die Auer Konsumgenossenschaft, der Nudelhersteller Bernbacher, die Villa im Schweizerstil im Kronepark und der Haidhauser Bauverein. Mit dem Lied "Der Stolz von der Au" gesungen von Junker & Hönle rundete die SPD Ortsvereinsvorsitzende der Au Bettina Messinger die Geschichte der ehemaligen Vorstadt ab. Der erste Sozialdemokrat des Münchner Gemeinderats war Georg Birk. Er wurde 1893 im damaligen Stadtbezirk Vorstadt-Au gewählt. Dies war damals eine Sensation, denn wählen durften von den ca. 380.000 Einwohnern Münchens nur knapp 20.000. Das waren vor allem Haus- und Grundbesitzer, Geschäftsleute und Industrielle, alles Personen die das gebührenpflichtige Bürgerrecht hatten. Frauen hatten noch kein Wahlrecht. Georg Birk galt als Kämpfer gegen Mietwucher und Wohnungsspekulation und bemühte sich um das kostenlose Bürgerrecht für alle.

Zwischen den einzelnen Stationen nutzten die Bürgerinnen und Bürger rege die Möglichkeit mit den Politikern Claudia Tausend, Hans-Ulrich Pfaffmann und Dr. Mike Malm zu sprechen. Die eine oder andere Frage wurde auch zu den geplanten Bebauungen in der Au gestellt. Am Ende der Führung beim Aussichtsbalkon in der Hochstraße durfte natürlich nicht die Geschichte der Paulanerbrauerei fehlen. Mit den Stadtteilspaziergängen initiiert durch die SPD-Kandidaten im Münchner Osten haben die Politiker den Nerv der Bevölkerung getroffen. Anschaulicher kann man Politik und Geschichte nicht darstellen.

Ankündigungen in der AZ

Führung in der Au: Immer den Auer Mühlbach lang
Abendzeitung München-22.07.2013
Bettina Messinger, Stadträtin und Gründerin des TEAM Auer Mühlbach wird die Führung übernehmen. Dabei bleibt auch Zeit, die eine oder ...

Spaziergang in der Au: Bier, Kreisirrenanstalt und Kohlenhändler
Abendzeitung München-07.08.2013
Bettina Messinger, Stadträtin und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Au wird die Führung übernehmen. Treffpunkt ist am Sonntag, 18. August ...

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