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August 2015

Wir (SPD-Stadträtinnen) sind mit dem Radl da ...

Wir (SPD-Stadträtinnen) sind mit dem Radl da ...

Neue Brücken, eine funktionierende Nord-Süd-Route, mehr Falschparker-Kontrollen und ein Lückenschluss:
Rathaus-SPD startet Radel-Initiative


Die Rathaus-SPD hat heute ein Antragspaket mit Radel-Themen eingebracht und bei dieser Gelegenheit mich auch als neue Radverkehrsbeauftragte vorgestellt: Ich bin Mitglied seit 1991 beim ADFC und selbst fleißige Radlerin, und werde dieses wichtige Thema für die Fraktion künftig koordinieren. Seit März vorigen Jahres hat die SPD-Fraktion bereits 15 Anträge gestellt, um Verbesserungen für RadlerInnen zu erreichen. Nun kommen vier neue Initiativen hinzu:

1. Radverkehrsverbindung in der Sparkassenstraße

Bekanntermaßen soll die Fußgängerzone am Marienplatz erweitert werden. Der Verkehr muss dann künftig auf die Sparkassenstraße beziehungsweise die Fahrbahn am
Viktualienmarkt ausweichen. Dort herrscht aber heute schon teils drangvolle Enge. Rad-, Auto-, Bus- und Taxiverkehr konkurrieren um den vorhandenen Platz. Jetzt fordert die SPD-Fraktion: Die Verwaltung soll dem Stadtrat einen Lösungsvorschlag für die künftige Verkehrsregelung unterbreiten.

Die Sparkassenstraße wird in Zukunft DIE zentrale Nord-Süd-Verbindung für RadlerInnen sein, dafür muss sie gerüstet sein. Mehrere Lösungsmöglichkeiten sind theoretisch denkbar: von einer Rückkehr zur Einbahnstraßenregelung, die bis 10.10.2000 galt, über die Markierung ausreichend breiter Fahrradstreifen bis hin zur Ausweisung als Fahrradstraße. Letzteres ist möglich, wenn der Radverkehr in einer Straße überwiegt. Die Verwaltung muss auch klären, ob der Wegfall von Parkplätzen notwendig ist. Zwischen Lederer- und Pfisterstraße ist derzeit auf der Richtung Norden führenden Kfz-Fahrspur Platz für ein Dutzend auf der Straße parkende Autos. Vis à vis gibt es eine baulich von der Fahrbahn abgetrennte Parkbucht.

2. Schwerpunktaktion gegen zugeparkte Radwege

Die SPD-Fraktion fordert: Die kommunale Verkehrsüberwachung soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Schwerpunktaktion durchführen und gezielt gegen Autofahrer vorgehen, die auf Radwegen und Radfahrstreifen in München parken. Für Fahrradfahrer entstehen immer wieder brenzlige Situationen, wenn sie deshalb auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Beliebte "Kurzzeitparkplätze" für Autos sind zum Beispiel der Radweg am Oberanger, in der Paul-Heyse-Straße oder in der Kapuzinerstraße.

3. Bauprogramm für Radweg- und Fußgängerbrücken:

Es gibt eine Vielzahl an Vorschlägen für neue Radweg- und Fußgängerbrücken in München, die Wege verkürzen, vereinfachen und teilweise auch sicherer machen sollen. Zahlreiche Projekte sind bereits konkret in der Planung oder Vorbereitung (zum Beispiel im Arnulfpark, die Querung in der Offenbachstraße oder der Klenzesteg). Andere stecken noch im Ideenstadium fest oder werden örtlich gefordert, wie etwa eine Brücke am Giesinger Berg oder der Ausbau der Regerbrücke. Jetzt beantragt die Rathaus-SPD: Die Stadtverwaltung soll dem Stadtrat ein Bauprogramm vorlegen. Dabei sollen die Projekte klar nach Priorität sortiert werden.

4. Durchgängiger Radweg in der Paul-Heyse-Straße:

In der Paul-Heyse-Straße gibt es auf beiden Seiten einen von vielen Fahrradfahrern genutzten Radweg nur nicht zwischen der Bayerstraße und der Schwanthalerstraße (in Richtung Innenstadt). Das soll sich ändern: Die SPD-Fraktion fordert in einem Antrag den Lückenschluss, um die Situation für Radlerinnen und Radler zu entschärfen.

Bettina Messinger, Stadträtin und neue Radverkehrsbeauftragte der SPD-Fraktion, sagt:

"Das Thema Radverkehr ist für uns von zentraler Bedeutung. Es gibt kein Fortbewegungsmittel, das umweltverträglicher und platzsparender ist, und schneller ist man mit dem Fahrrad außerdem auf vielen Strecken auch noch. Jeder, der aufs Auto verzichtet und stattdessen in die Pedale tritt, tut unserer Stadt etwas Gutes. Deshalb müssen wir mit Hochdruck daran arbeiten, den Radverkehr in München so attraktiv wie möglich zu gestalten. Gefahrenstellen, holprige oder zu schmale Radwege müssen beseitigt werden, wir brauchen gut ausgebaute Langstreckenrouten genau wie sichere Innenstadtverbindungen. Daran wird die SPD-Fraktion auch in Zukunft mit Hochdruck arbeiten. Die Erhöhung der Nahmobilitätspauschale war ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Geld ist da. Nun werden wir dafür sorgen, dass es sinnvoll und zügig eingesetzt wird."

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