Bettina Messinger SPD-Stadträtin in München   |   Sitemap   |   Impressum   |   Kontakt

Dezember 2014

Die Adventszeit gilt zumindest bei uns im süddeutschen Raum als die stille, stade Zeit. Mit Plätzchen, Glühwein, Kerzenschein und verschneiten Landschaften soll es besinnlich werden. Aber so wenig es tatsächlich in der Vorweihnachtszeit Schnee gibt, so wenig still und ruhig ist das Leben als Stadträtin in den letzten Wochen des Jahres.

Zum normalen Wahnsinn der Sitzungen und Vorbesprechungen im Rathaus, den Veranstaltungen und Empfängen kommen noch Advents-, Weihnachts- oder Jahresabschlussfeiern in den Vereinen, Verbänden und der Partei manchmal sogar an drei, vier Abenden hintereinander. Kommt eine offizielle Vertretung des Oberbürgermeisters dazu, mache ich mir vorher Gedanken über die richtigen Worte, die auf genau diesen Verein passen und angemessen den Dank der Stadt für die geleistete Arbeit der letzten Monate ausdrücken. Ehrenamtliches Engagement kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden, auch die zwanzigste Weihnachtsfeier darf nie zur Pflichtveranstaltung werden.

Langweilig ist die Arbeit im Stadtrat übrigens nie. Das liegt schon daran, dass die Themen so vielfältig sind und ich ständig "umschalten" muss, oft mehrmals am Tag. So ging es in der letzten Woche in meinen Ausschüssen um Fahrradstellplätze, den Unterhalt für unsere zahlreichen Tunnel, die Gebühren für die Entwässerung oder eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Konkrete EDV-Ziele für 2015, der technische Hausservice für unser neues IT-Rathaus und natürlich LiMux wechseln sich in bunter Folge mit einer neuen Gebührensatzung beim Stadtarchiv, der Erhöhung der Praktikantenvergütung, Führungspositionen bei den städtischen Gesellschaften und der Entgeltdiskriminierung von Frauen ab.

Gerade war ich als IT-Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion beim Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol in Bozen eingeladen, um über die Münchner Erfahrungen mit freier Software in der Verwaltung im Allgemeinen und LiMux im Besonderen zu sprechen. Zusammen mit meiner Kollegin aus der Verwaltung, Dr. Rothenhöfer, wurden wir als "unsere Referentinnen aus dem Norden" begrüßt, eine für Münchnerinnen doch höchst ungewohnte Formulierung. Unter den über 50 Teilnehmenden aus der Wirtschaft war genau eine weiblich, wir haben den Frauenanteil also deutlich angehoben.
Ein Appell in der Adventszeit

Zwei Dinge sind mir in der Zeit vor Heiligabend noch wichtig, beide haben mit unseren Vierbeinern zu tun: Tiere sind als Weihnachtsgeschenk völlig ungeeignet. Auch wenn die Kinder noch so betteln, man kann Hunde, Katzen, Vögel und Meerschweinchen nach den Feiertagen nicht einfach umtauschen wie einen Pullover, sie landen dann viel zu oft im Tierheim.

Und da bin ich auch schon bei meinem zweiten Anliegen: Als Schirmherrin für das Tierheimduell "Berliner Bär gegen Münchner Kindl" würde es mich freuen, wenn sie den einen oder anderen Euro übrig haben und an den Tierschutzverein spenden. Geld, das dringend zum Beispiel für die Deckung der ständig steigenden Tierarztkosten oder für den Bau des neuen Katzenhauses gebraucht wird.

Jetzt freue ich mich auf Weihnachten und Silvester. Zwischen den Jahren gibt es dann wirklich keine Sitzungen und fast keine Vorlagen, sondern Gelegenheit aufzutanken, zu erholen und nachzudenken. Also doch eine stade Zeit im besten Sinn hoffentlich auch für Sie!

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