Bettina Messinger SPD-Stadträtin in München   |   Sitemap   |   Impressum   |   Kontakt

Juni 2017 - Rettet die Münchner Spatzen

Rettet die Spatzen: Mehr Schutz für bedrohte Art

Früher war der Spatz überall in der Stadt daheim. Gerade im Biergarten, wo ab und an ein Breznbrösel anfällt, gehörte sein typisches „Tschilp-Tschilp“ zum Sommerklang der Stadt. Heute ist der Haussperling bedroht, es fehlt an Lebensraum, an Verstecken und Nahrung. Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich für den Erhalt der beliebten Vogelart ein und fordert in einem Antrag Maßnahmen, durch die sich der Spatzenbestand erholen kann.

Vor allem zwei Faktoren setzen dem Münchner Spatzen zu: Erstens verschwinden bei vielen Sanierungen bevorzugte Nistplätze wie Dachrinnen, Ritzen und Hohlräume. Zweitens wird der Wildwuchs an Kräutern und Sträuchern immer weniger, das raubt dem Vogel die Nahrung. Daneben tut sich der Sperling immer schwerer, Pfützen und Staubkuhlen zu finden, um zu baden und so Parasiten abzuwehren. Auch Hecken als Verstecke werden seltener.

Die Rathaus-SPD fordert deshalb, Parks und Plätze in der Stadt so aufzuwerten, dass Spatzen dort brüten können, dass sie Nahrung finden und Unterschlupf. Wenn in der Stadt gebaut wird, soll dabei auch auf die Spatzen geachtet werden – so können zum Beispiel bei Sanierungen Nistplätze geschaffen werden. Es soll „Spatzen-Hotspots“ geben, also Orte, an denen dauerhaft ein gesunder Bestand an Haussperlingen gesichert werden kann, etwa im Petuelpark. Und schließlich sollen auch die Bürgerinnen und Bürger dafür gewonnen werden, dem Hausspatzen Lebensraum zu schaffen, beispielsweise mit Nistkästen oder Pflanzen für Garten, Terrasse und Balkon. Mit diesem Maßnahmenpaket will die SPD-Stadtratsfraktion dafür sorgen, dass der Spatz wieder seinen Platz in der Stadt findet.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Tierschutzbeauftragte der Fraktion, sagt:
„Der Spatz gehört zu München und zu unseren Biergärten. Leider werden es immer weniger: Der Spatz ist bedroht, er verliert in der wachsenden Stadt an Lebensraum, weil etwa Nistplätze und Verstecke verschwinden. Wir wollen dem entgegenwirken und dafür sorgen, dass sich der Bestand erholt. Der Spatz soll wieder eine Heimat in München haben.“