Bettina Messinger SPD-Stadträtin in München   |   Sitemap   |   Impressum   |   Kontakt   |   Datenschutz

März 2013 - Teil 1

Straßen der Frauen

08.03.2013: Mit der Gleichberechtigung von Frauen und Männern geht es voran nach Meinung der SPD-Stadtratsfraktion aber immer noch zu langsam. Deshalb muss für die Gleichstellung der Geschlechter mehr getan werden. In zahlreichen gesellschaftlichen Bereichen sollen SPD-Stadtrats-Initiativen helfen, bestehende Ungleichheiten abzubauen: So auch der Antrag, mehr Straßen und Plätze in München nach verdienten Frauen zu benennen.

München ist in vielerlei Hinsicht Vorbild. Besonders aber ist die Landeshauptstadt Vorreiterin, wenn es um die Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Frauen geht. Diese Tatsache ist besonders auch dem Verdienst engagierter Stadträtinnen und Stadträte zu verdanken. Trotzdem besteht Handlungsbedarf. Dies zeigt nicht nur die öffentlich geführte Debatte um die sogenannte Quotenregelung.

Und fast überall gibt es sie Männerdomänen. Nicht nur im Beruf oder im Sport, sondern auch im öffentlichen Verkehrsraum. Ein Blick auf die Zahlen der Straßennamen im Münchner Stadtgebiet zeigt: Hier herrscht Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Gerade einmal 4,7 Prozent aller Straßen und Plätze sind nach Frauen benannt. Dies muss sich ändern. Die Rathaus-SPD setzt sich dafür ein, Namen von Frauen dabei stärker zu berücksichtigen. Sie beantragt in drei derzeit in der Planung bzw. bereits in der Realisierung befindenden Stadtquartieren Straßen und Plätze nach verdienten Frauen zu benennen: Künstlerinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen - Frauen, die die Stadt für ihre Lebenswerke und Verdienste öffentlich würdigen soll.

Der Antrag ist Teil einer Reihe von SPD-Initiativen, die helfen sollen, die Position von Frauen in der Gesellschaft zu stärken. Hierzu zählen zum Beispiel die intensive Förderung arbeitssuchender und alleinerziehender Frauen, ein klares Nein zu Frauengewalt oder auch eine Konferenz zum Thema Frauenrechte in München.

Ulrike Boesser, kommunalpolitische Sprecherin und gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion:
"Die Präsenz von Frauen im öffentlichen Raum muss verstärkt werden. Von einem Gleichstand beim Benennen von Straßen und Plätzen kann in der Landeshauptstadt nicht die Rede sein. Sie verdienen in gleichem Maße wie auch Männer eine Ehrung. Else Lasker-Schüler, Luise Kaschnitz, Carry Brachvogel oder Elisabeth Selbert allesamt namhafte Frauen, deren Namen auf Münchner Straßenschildern zu finden sind. Umso wichtiger ist es, immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass es noch so viele ehrungswürdige und verdienstvolle Frauen gibt."

Bettina Messinger, stellvertretende gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion:
"Gerechtigkeit und Gleichheit zwischen den Geschlechtern war und ist eine politische Herausforderung und zwar in allen gesellschaftlichen Bereichen. Solange die Chancen zwischen Frauen und Männern ungleich verteilt sind, werden wir uns weiter für die Interessen der Frauen einsetzen. Alleine die aktuelle Diskussion über die Einführung einer Frauenquote in der Wirtschaft zeigt: der Weg zur Gleichberechtigung ist noch lang."

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