Bettina Messinger SPD-Stadträtin in München   |   Sitemap   |   Impressum   |   Kontakt

Oktober 2015

Frauenkonferenz auf den Weg gebracht

Im Münchner Rathaus wird im nächsten Jahr wieder eine große Frauenkonferenz veranstaltet. Das hat die Vollversammlung des Stadtrats in dieser Woche beschlossen. Thema des Treffens wird das sogenannte Gender Budgeting sein. Vereinfacht ausgedrückt geht es dabei um die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass die städtischen Haushaltsmittel so eingesetzt werden, dass Frauen nicht benachteiligt werden. Die Rathaus-SPD hatte mit einem Antrag im Februar 2014 den Anstoß für die jetzt beschlossene Konferenz gegeben. Nach der erfolgreichen ersten Münchner Frauenkonferenz im Jahr 2013 forderte die Fraktion damals, dass die Veranstaltung künftig in regelmäßigem Turnus, möglichst alle zwei Jahre, stattfinden solle.
Nun werden auch aufgrund des erst jüngst vollzogenen Wechsels an der Spitze der Gleichstellungsstelle drei Jahre zwischen der ersten und der zweiten Konferenz liegen. Das erneute Treffen ist im Oktober 2016 geplant, bis zu 250 Gäste werden dazu erwartet.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Fachsprecherin für Frauen und Gleichstellung, sagt:
"Die Konferenz ist eine Chance, sich mit anderen Städten auszutauschen, und sie ist ein Motor für weitere Verbesserungen in München. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Veranstaltung jetzt beschlossen worden ist. Ein Wort zum Inhalt: Beim Gender Budgeting geht es natürlich nicht um eine pauschale Aufteilung der Haushaltsmittel nach dem 50:50-Prinzip. Vielmehr geht es uns darum, das Richtige für die Richtigen zu tun und zwar richtig. Um ein praktisches Beispiel zu nennen: Wir haben festgestellt, dass Fortbildungsangebote viel stärker von Männern als von Frauen genutzt werden. Was zum Beispiel auch damit zu erklären ist, dass manche Fortbildungen außerhalb Münchens angeboten werden. Das stellt Frauen, die Kinder haben, vor organisatorische Probleme. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass mehr Fortbildungen in der Stadt selbst angeboten werden."

Die Stadt kooperiert bei der Organisation der Frauenkonferenz im Herbst 2016 mit dem Deutschen Städtetag und den Deutschen Institut für Urbanistik. Vorgesehen ist ein Austausch mit den Städten Wien, Berlin, Freiburg und Basel, die ebenfalls bereits über Erfahrungen mit der Umsetzung von "Gender Budgeting" verfüge.

30 Jahre Gleichstellungsstelle für Frauen

Michala Pichlbauer, Nicole Lassal,

Michala Pichlbauer, Nicole Lassal,

Christine Strobl und Friedel Schreyögg

Im Oktober 2015 wurde das 30jährige Jubiläum der Gleichstellungsstelle für Frauen in München mit einer Festveranstaltung begangen. Der Münchner Stadtrat hatte 1985 gegen die Stimmen der CSU die Einrichtung einer Frauengleichstellungsstelle beschlossen. Sie war damit die erste kommunale Gleichstellungsstelle in Bayern. Die Leitung übernahm Friedel Schreyögg (SPD). Erst 11 Jahre später, trat das Bayerische Gleichstellungsgesetz in Kraft.

Neue Leiterin der Gleichstellungsstelle

Nicole Lassal

Nicole Lassal

Seit Anfang Oktober 2015 ist die 44jährige Münchnerin Nicole Lassal neue Gleichstellungsbeauftrage der Stadt München. Frau Lassal ist Politikwissenschaftlerin und arbeitete 19 Jahre lang für die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe in Bayern (LAG).Ein Schwerpunkt von ihr ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nicole Lassal ist selbst verheiratet und Mutter von vier Kindern. Sie selbst hat also Erfahrung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die SPD-Fraktion freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihr. Bettina Messinger, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung: "Wir haben schon viel erreicht in der Frauen- und Gleichstellungspolitik, insbesondere in der Stadt München. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, damit der Satz im Grundgesetz "Frauen und Männer sind gleichberechtigt" Wirklichkeit wird."

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